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Vor- und Nachbetrachtungen zum UNI-Rennen

Vor dem diesjährigen Uni-Radrenntag hat Wolfgang Schreiber zwei Stars, die sich zu unserem Rennen angemeldet hatten, sowie unseren 1. Vorsitzenden um einen Ausblick auf die Veranstaltung gebeten. Hardy Zimmermann (Jahrgang 1969), amtierender NRW-Meister und Deutscher Meister 2016 bei den Senioren, Stefanie Paul (Jahrgang 1986), deutsche Spitzenfahrerin und erfolgreiche Teilnehmerin bei internationalen Rundfahrten und Markus Zaremba blickten gespannt auf das diesjährige Radrennen in der Südstadt.


Frau Paul, Sie haben in diesem Monat mit den Rundfahrten durch Tschechien und Thüringen schon über 1000 Rennkilometer in den Beinen. Trauen Sie sich das schwere Uni-Rennen noch zu?
Sicher. In der Woche vor Wuppertal regeneriere ich und als Effekt aus den Rundfahrten erhoffe ich mir sogar noch eine Leistungssteigerung.
Im vergangenen Jahr sah Ihr Pensum im Juli ähnlich aus und Sie sind hier Dritte geworden. Was rechnen Sie sich in diesem Jahr aus?
Letztes Jahr war ich lange krank und bin auch nicht völlig regeneriert aus den Rundfahrten gekommen. Zudem hatte ich mich beim Uni-Rennen im Finalsprint verschätzt und dadurch eine bessere Platzierung verpasst. Dieses Jahr soll mir das nicht wieder passieren. Ein Podiumsplatz sollte wieder möglich sein.
Haben Sie besondere Erinnerungen an Wuppertal?
Das Wuppertaler Uni-Rennen ist wirklich gut organisiert und es ist ein schöner Kurs. Meinen 2016 gewonnenen rosa Präsentkorb für die Sprintwertung vergesse ich nicht (sie lacht). Vor allem verdient diese schöne und gut organisierte Radrennveranstaltung mehr Zuschauer.


Herr Zimmermann, freuen Sie sich auf das schwere Uni-Rennen?
Ja. Ich liebe selektive Kurse, zu denen ich auch das Wuppertaler Uni-Rennen zähle. In diesem Jahr ging die Deutsche Meisterschaft (Anm.: Zimmermann wurde bei der DM Fünfter) über 120 Kilometer und war mit schweren Anstiegen versehen. Von mir aus könnte das Rennen in Elberfeld gerne sogar etwas länger als nur die 43 Kilometer sein.
Wie stellen Sie sich auf Ihre Konkurrenten ein? Gibt es eine bestimmte Taktik gegen Jürgen Sopp oder das „Donner-Team“?
Ich orientiere mich für gewöhnlich nicht an anderen Fahrern, sondern agiere oder reagiere je nach Rennsituation. Auch auf die Witterungsbedingungen am Renntag kommt es an, der Wind spielt eine große Rolle.
Im vergangenen Jahr sind Sie beim Uni-Rrennen Zweiter hinter Rainer Beckers geworden. Was rechnen Sie sich als Fahrer der Seniorenklasse 2 in diesem Jahr aus?
Ich hoffe, dass meine derzeitige Form ausreicht, den Attacken der Konkurrenz zu folgen. Sollte dann ein Platz auf dem Treppchen herausspringen, würde ich mich freuen. Rainer startet in diesem Jahr bei den Senioren 3, die eine separate Wertung haben. Ihm wünsche ich wieder viel Glück.
Haben Sie besondere Erinnerungen an Wuppertal?
2015 gab es ein großes Unwetter, das machte die Strecke mit der langen Abfahrt gefährlich. Für dieses Jahr hoffe ich, auch für den Verein und den vielen Helfern, auf sommerlich trockenes Wetter. Das macht uns allen mehr Spaß und lädt später zum Verweilen am Kaffee- und Kuchenstand ein. In meinem Alter ist Geselligkeit mit den Kollegen und der Familie nicht ganz hinten anzustellen.


Markus, das Publikum hat, vor allem nach dem begeisternden Start in unserer Region, noch die Bilder der Tour de France vor Augen. Wie beurteilst du unsere Veranstaltung im Vergleich zur Tour?
Einerseits liegen Welten dazwischen. Gar nicht zu vergleichen von der Organisation her. Andererseits gehen auch im Amateurbereich die Rennfahrer an ihre Grenzen und zeigen herausragenden Sport. Also, eigentlich ist es doch nur eine einzige Radsportwelt.
Bist du mit den Vorbereitungen des Renntages zufrieden?
Ja. Unsere Organisation klappt und die Hürden, die sich in diesem Jahr bei der Streckenplanung andeuteten, sind ausgeräumt. Letztlich auch dank unserer Partner, allen voran die Stadtsparkasse, können wir uns auf die 26. Ausführung des Uni-Rennens freuen.
Was erwartest du von der neuesten Auflage des Uni-Rennens?
Es wäre schön, wenn wir am Samstag von der neuen Radsportbegeisterung in Deutschland etwas abbekommen. Alleine durch das Hobbyrennen hoffen wir auf größeren Zuspruch, auch auf dem Bürgersteig. Durch die Qualität der gemeldeten Fahrer mache ich mir im sportlichen Bereich überhaupt keine Sorgen.

Tatsächlich war der Uni-Renntag in diesem Jahr ein großer Erfolg. Auch Dank der großen Anzahl von Zuschauern, die sich im Laufe des Tages auf mehrere hundert kumulierte. Im Rennen der Elite-Frauen belegte Stefanie Paul Rang zwei. (Ihre Nationalmannschaftskolleginnen Charlotte Becker und Christa Riffel wurden Erste und Dritte). Hardy Zimmermann wurde Sieger bei den Senioren 2.

Es freut uns, dass Geschäftsführer Dr. Boris Weimann von unserem Sponsor Firma Chrestos die schöne Veranstaltung „live“ miterleben konnte und die Siegerehrung bei dem hochklassig besetzten Rennen der Elite-Frauen durchführte. Dr. Boris Weimann zeigte sich von der 26. Auflage unseres Uni-Rennens begeistert. „Imposant, was der Verein mit seinen Mitgliedern und den vielen Helfern hier für eine Veranstaltung aufzieht. Meinen großen Respekt aber auch den Rennfahrerinnen und Rennfahrern, die hier Riesen-Sport zeigen.“
(ws)

UNI-Rennen 2017

Der diesjährige Renntag des RC Musketier Wuppertal wird mit guten Erinnerungen im Gedächtnis aller Beteiligten bleiben. Aus organisatorischer Sicht und im Rahmen der Möglichkeiten unseres Vereins war das UNI-Rennen 2017 eine erfolgreiche Veranstaltung.

Das Wetter war trocken und angenehm temperiert, wenn auch manchmal etwas windig. Der noch am Vortag angekündigte Regen ist ausgeblieben. Vielleicht aufgrund des Wetters, auf jeden Fall aufgrund des Rennprogrammes waren mehr Zuschauer als in früheren Jahren im Start/Ziel-Bereich.

Außerdem war es gut, dass es in keinem der fünf Rennen mit insgesamt 134 Runden zu Stürzen gekommen ist.

Aus Sicht des RC Musketier Wuppertal war es schön, dass in drei Rennen, dem Rennen der C-Klasse, der Senioren 3 und 4 und im Hobby-Rennen, Vereinsmitglieder gestartet sind. Dabei konnte mit Jürgen Sopp im Rennen der Senioren 3 und 4 zum ersten Mal seit 2012 wieder ein Musketier-Fahrer auf das Podium der ersten drei Plätze kommen.

Berichte über die Rennverläufe- und ergebnisse können in den angehängten Zeitungsartikel (s.u.) nachgelesen werden.

Eine Veranstaltung wie das UNI-Radrennen kann nur mit direkter und indirekter Unterstützung von verschiedenen Seiten durchgeführt werden. Zu einem geht der Dank an die zuständigen Behörden der Stadt Wuppertal, die Polizei, an das Hochschulsozialwerk und die Verwaltung der Bergischen Universität und den Wuppertal Stadtwerken, dass das Rennen durchgeführt werden konnte. Des Weiteren bedanken wird uns bei der Geduld aller Anwohner. Uns ist bewusst, dass der Renntag mit Einschränkungen für sie verbunden ist.

Zum Gelingen des Radrennens haben darüber hinaus die Rennfahrerinnen und Rennfahrer, die Helfer aus unserem Verein sowie der Wuppertaler Ortsverbände des Technischen Hilfswerks bzw. des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Sponsoren und Unterstützer beigetragen. Vielen Dank dafür.

Nachdem das UNI-Rennen im letzte Jahr „Silberhochzeit“ gefeiert hatte und aus dem Grund u.a. das Rennen der Frauen mit in das Programm aufgenommen wurde, steht 2018 mit dem 50.Geburtstag des RC Musketier Wuppertal ein weiterer Anlass vor der Tür sich wieder etwas Besonderes für das UNI-Rennen einfallen zu lassen. Also, dann, bis 2018.
(kv)

Bericht zum UNI-Rennen, Westdeutsche Zeitung am 31-JUL-2017

Bericht zum UNI-Rennen, Westdeutsche Zeitung am 01-AUG-2017

Süßer Wahnsinn auf dem MTB

Am kommenden Wochenende findet in Radevormwald wieder Night on bike statt. In diesem Jahr dauert das MTB-Rennen nicht 14, nicht 16 – nein! – sondern 24 Stunden. Es wird auch ein Rennen über 12 Stunden. Die Musketiere haben sich für die 24 Stunden entschieden.

Wir werden mit zwei 6er-Team starten. Beide Teams, „Die 6 Musketiere“ (ehemals „Die 4 Musketiere“) sowie „Musketier 2.0 / RC Musketier Wuppertal“ bestehen jeweils aus fünf Vereinsmitgliedern und einem Gastfahrer. „Die 6 Musketiere“ werden außerdem von einer nimmermüde und niemals schlafenden Crew unterstützt.

Das Rennen wird am Samstag um 14 Uhr starten. Ab dann werden die ca. 12 km langen Runden gezählt. Der offizielle Kurs ist noch geheim. Wichtige Streckenelemente wie der sogenannte „Schweineberg“ und der Alm im Ortsteil Ispingrade werden wieder mit dabei sein.

Das Fahrerlager befindet sich in diesem Jahr an dem Schulzentrum in der Hermannstraße in Radevormwald. Bei Musketier-Teams freuen sich auf Besucher, egal ob am Tag oder in der Nacht. Gerade in der Nacht lassen sich an einigen Streckenabschnitten tolle Impressionen einsammeln. Die sind dann auch mit dem Auto oder zu Fuß erreichbar.
(kv)

Eroica Limburg

Während die Radsportwelt am 1.Juli auf den verregneten Start der Tour de France in Düsseldorf geschaut hat, hat Musketier Andre Hörmandinger selbst im Sattel gesessen und den Süden der Niederlande kennengelernt. Hier ist sein Bericht:

Als im Januar zwei Freude, Daniel und Federico, meinten, wir könnten doch zusammen bei der Eroica in Limburg mitfahren, dachte ich mir: „Sind die bescheuert, jetzt machen die schon eine Eroica im Westerwald.“ Schnell wurde ich aufgeklärt, dass die Tour im Grenzgebiet zwischen Holland und Belgien, quasi rund um Maastricht stattfindet. Gefahren wird mit „historischem“ Material, sprich Stahl, Hakenpedale und Rahmenschaltung. Ich hatte gerade mein gutes altes Rossin Special von 1980 wieder in Schuss gebracht und war somit bestens gerüstet. Unter uns „Männern“ war schnell ausgemacht, dass wir nicht die „Mädchen-Runde“ von 60 km fahren sondern direkt die 110 km angehen.

Am 1.Juli waren wir pünktlich um sieben Uhr in Valkenburg zum Check-In, um dann um acht Uhr zu starten. Nach den ganzen sonnigen und heißen Tagen vorher meinte der liebe Gott an eben diesem Samstag, dass die Erde Wasser bräuchte. Wir saßen noch keinen Meter im Sattel und waren schon bis auf die Unterhose nass. Aber egal, am Start dopten wir uns noch mit einem Espresso und los ging es. Erst quer durch die Altstadt von Valkenburg und dann den Cauberg hoch, bekannt durch das Ziel des Amstel Gold Race. Mir war gar nicht bewusst, dass es in Holland Berge gibt!

Nun gut, ich hatte gelesen, dass ein wesentlicher Teil der Strecke über Pflastersteine und Feldwege gehen soll. Nach rund 10 km ging es dann auch rechts weg auf eine Schotterpiste. Wechselweise fuhren wir auf Schotter oder Asphalt und so langsam bekam ich trotz des Dauerregens Spaß an der Sache. Bei der ersten Station gab es kandierten Apfel und selbstgemachte Limonade als Verpflegung – ob das früher bei Radrennen die typische Standardverpflegung war?

Nun wurde die Strecke härter, Pflastersteine wechselten sich mit matschigem Feldweg ab. Meine weitgehend profillosen Schlauchreifen waren nicht unbedingt für Cross ausgelegt und ich hatte meine liebe Mühe nicht ungeplant abzusteigen.

Nach rund 40 km, kurz vor der Schleuse bei Caster, hatte Daniel den ersten Platten. Kein Problem bei Clinchern, Schlauch gewechselt und – wer hat eigentlich eine Luftpumpe? Ich hatte meine schlicht vergessen. Daniel meinte er hätte gedacht ich habe eine mit und Federicos neue Luftpumpe war leider nur für Autoventile geeignet. Ein freundlicher Mitfahrer lieh uns seine Pumpe und weiter ging es.

Kurz vor der 50 km Marke in Millen gab mein Giro am Hinterrad auf. Es regnete immer noch in Strömen. Reifen runter, neuen drauf, eine Luftpumpe stellte uns ein freundlicher Anwohner zur Verfügung und weiter ging es.

Irgendwie verträgt sich die Kombination aus nasser Felge und nassem Schlauchreifen nicht. Nach rund fünf Kilometern über Stock und Stein hat sich mein Hinterradreifen komplett verdreht. Luft raus, Reifen richten, Luftpumpe leihen, Luft rein und weiter ging es. Nach weiteren drei Kilometern und einer Bachdurchfahrt verdrehte sich der Reifen erneut und das Ventil riss ab. Kurzum, auch ein weiterer Ersatzreifen fand die Bedingungen zum Kotzen und gab mir nach wiederum drei Kilometern die Rückmeldung, dass er keine Lust mehr habe.

In Loën war Schluss. Ein freundlicher Belgier fuhr mich rund 25 km zu meinem Auto nach Valkenburg, auf das mir inzwischen eine freundliche Politesse eine 69 Euro Parkknolle gebrannt hatte. Ich fuhr mit dem Auto zu den wartenden Kollegen (Einer für Alle!) zurück und wir beendeten die Eroica Limburg vorzeitig, aufgrund eines technischen Defektes.
Wir kommen nächstes Jahr wieder und dann mit Luftpumpe!
(ah)

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