Schlagwort: Cross

Einmal Wuppertal umrundet

„Geschafft!“ nach 120 km

Nachdem die Night on Bike 2020 aus bekannten Gründen zuerst verschoben und schließlich ganz abgesagt wurde, hatten ein paar verrückte Musketiere noch unerfülltes Verlangen auf Offroad-Abenteuer. Für das ausgefallene Event war ein Wochenende im September im Kalender reserviert, und so reifte der Plan, diese freie Zeit anderweitig auf dem Rad zu verbringen.

Als Herausforderung wurde bald der Wanderweg „Rund um Wuppertal“ auserkoren. Dieser vom Sauerländischen Gebirgsverein markierte Wanderweg führt auf etwa 105 km und grob 2500 Hm größtenteils über Wanderwege, aber auch einige asphaltierte Abschnitte, einmal um unsere schöne Stadt herum.

Ganz dem Zeitgeist und aktuellen Trends folgend trat nur einer der drei Starter (Lars) auf einem gefederten Rad ohne Rennlenker zu dieser Herausforderung an. Tobi und Jan entschieden sich dafür, die Möglichkeiten und Grenzen eines Cross- bzw. Gravel-Rads zu erfahren.

Und so trafen wir uns Samstag gegen halb 10 am Dönberg, um die Runde im Uhrzeigersinn in Angriff zu nehmen. Das Wetter spielte zum Glück mit, und nach und nach wurde es warm genug für eine Fahrt in kurz/kurz. Die Route führte uns zuerst über Herzkamp und den Golfplatz am Felderbachtal nach Nächstebreck. Beim Kreuzen der Nordbahntrasse trafen wir auf eine größere Gruppe Rennradfahrender, die auf einer gemeinsamen Ausfahrt des RSC Schwelm unterwegs waren. Wir verschwanden jedoch direkt wieder im Wald. Anschließend stand nach der Durchquerung Langerfelds der erste knackige Anstieg hinauf auf den Ehrenberg an. Oben angekommen war etwa ein Viertel der Strecke bewältigt.

Die anschließende Abfahrt nach Kemna war einer der wenigen Streckenteile, auf dem eine Federung von großem Vorteil war. Die „Straße“ war in einem miserablen Zustand, jeder Waldweg wäre komfortabler gewesen. Unten angekommen blieb jedoch wenig Zeit für Erholung, da es direkt wieder hinauf nach Sondern ging, nur um dann hinunter nach Beyenburg zu fahren. Am Ufer des Stausees entlang ging es weiter zum nächsten Anstieg. Ein ständiges Auf und Ab prägte den weitern Streckenverlauf bis zur Ronsdorfer Talsperre. Von dort gab es eine vergleichsweise lange Erholungsphase bis in und durch das Morsbachtal, wo etwa die Hälfte der Strecke bewältigt war.

Ein etwas technischerer Teil führe uns hinauf nach Sudberg, wo es eine familiäre Verpflegungsstelle am Streckenverlauf gab. Im (groß)elterlichen Garten gab es eine sehr willkommene Mahlzeit als Stärkung für den weiteren Verlauf. Nach der ausgiebigen Pause ging es zum südlichsten Punkt der Runde bei Müngsten. Von dort führte der Weg an den Wupperhängen oberhalb der Kohlfurth entlang durchs Burgholz. Unterwegs trafen wir einen weiteren Musketier beim Training des Nachwuchses im Wald. Auf Höhe der Rutenbeck kreuzten wir die Wupper, um am anderen Ufer zum Ehrenhain hinaufzuklettern. An der dort geparkten Schwebebahn wurde uns bewusst, dass wir die Dreiviertel-Marke längst hinter uns gelassen hatten. Diese Erkenntnis mobilisierte neue Kräfte, sodass wir zügig durchs Osterholz, über Schöller und die Lüntenbeck bis zum Eckbusch an Höhe gewannen.

Einen Kilometer vor dem Ziel ereilte uns der erste und zugleich einzige Defekt des Tages – ein Durchschlag an Tobis Vorderrad. Mit vereinten Bemühungen wurde dieses kleine Malheur in der langsam einsetzenden Dämmerung jedoch schnell behoben. Danach ging es nur noch kurz und steil hinauf zurück zum Dönberg, und die Runde war geschafft!

Insgesamt war die Fahrt auch ohne Federung gut zu bewältigen, auch wenn der zusätzliche Komfort durch eine Federgabel und noch breitere Reifen am Mountainbike auch nicht geschadet hat. Einige kleine Teilstücke des Wegs sind für Fahrräder gesperrt, lassen sich aber einfach umfahren. Nun bleibt nur noch herauszufinden, ob die Strecke gegen den Uhrzeigersinn angenehmer zu fahren ist. Aber das probieren wir doch lieber erst nächstes Jahr…
(jk)

12 Rennen im Toma Cycles Cup

Magda beim Crossrennen in Meijel: schneller als es der Kamera lieb ist

Von Ende Oktober bis Ende Januar hat in der niederländischen Region Limburg der Toma Cycles Cup stattgefunden. Unsere Nachwuchsfahrerin Magdalena hat an zwölf der sechzehn Rennen teilgenommen. Sie war in der Altersklasse AK Jeugd 3 (Jugend 3) gestartet. In den drei Jugendklassen wurden Mädchen und Jungen gemeinsam gewertet. Das Feld bestand jedoch hauptsächlich aus Jungen. Trotz der gemeinsamen Wertung hat sich Magdalena vornehmlich an ihrer weiblichen Konkurrenz orientiert.

„Der Toma Cycle Cup begann für mich bei schönstem Wetter am Strand von Helmond und endete bei grausamstem Wetter mit Schlamm und Regen in Sittard“, berichtete Magdalena.

Bei dem Rennen in Schweiberg (das neunte Rennen der Serie) war Magdalena die erste unter den Mädchen. Das war, so Magdalena, ihr größter Erfolg des ganzen Cups. Bei diesem Rennen kam ihr ein steiler, langer Anstieg auf der Runde entgegen. „Der lag mir, weil ich vorher schon viele Marathons gefahren war, die ähnlich lange Anstiege hatten.“

„Bei den Rennen danach habe ich mich immer auf ein bestimmtes Mädchen konzentriert. Mal war sie besser, mal ich, und mal sind wir gemeinsam gefahren. Man ist natürlich nicht immer gleich gut drauf.“

Während Magdalena zu Beginn der Serie zwischen CX-Rad und MTB gewechselt hatte, hat sie die restlichen Rennen nur noch mit dem MTB bestritten. „Das MTB hat mir einfach mehr Spaß gemacht und es war für die meisten Strecken auch besser geeignet.“

Magdalenas Fazit ist positiv. „Insgesamt hat es aber extrem viel Spaß gemacht, egal ob Sand, Wiese, Matsch, Sonne oder Regen. Der Toma Cycle Cup ist immer wieder super, um einen grauen Winter zu überbrücken und sich schöne Sonntage zu machen.“ Am Ende der Serie hat sie den 16.Platz von 57 Teilnehmern erreicht. Damit ist Magdalena zufrieden. Besser platziert waren nur die Sportler, die an allen Rennen teilgenommen hatten.

„Im nächsten Oktober geht es dann eine Klasse höher bei den ’nieuwelingen‘ (Neulingen) weiter, und ich hoffe ich werde mehr Rennen fahren können. Jetzt geht es für mich erst mal beim NRW XCO-Cup mit Marathons, Läufen und auf der Straße weiter.“

Es ist natürlich auch eine Leistung der gesamten Familie, dass Magdalena jeden Sonntag konditionell und technisch gut vorbereitet an den verschieden Veranstaltungen zwischen Eindhoven und Maastricht am Start stand. Das darf nicht übersehen werden.
(mm, kv)

Besuch beim Querfeld-Training

Cross-Training mit Helme und Mütze

Beim Cross-Training am 22.Dezember an der Radrennbahn in Solingen schaute auch ein Herr mit weißem Bart, rotem Umhang und roter Mütze vorbei. Er kam mit einem Schlitten, der mangels Schnees mehr gerumpelt als geglitten war. Hätte er doch gut ein Fahrrad genommen.
(kv)

Magda in Euskirchen und Schweiberg erfolgreich

Magdalena ist Vize-Landesverbandsmeisterin im Cyclocross

Im Rahmen der Landesverbandsmeisterschaft im Cyclocross (Querfeldein) am 24.November 2018 in Euskirchen ist Magdalena als einziger Musketier an den Start gegangen. Im Rennen der U17-Klasse, in dem beiden Geschlechter gleichzeitig an den Start gingen, hat sie in der Wertung der Mädchen den zweiten Platz hinter Jentske Withag vom RC Bocholt belegt.
Sie ist derzeit unsere aktivste Teilnehmerin an Cross-Rennen. Von den unseren Jungs und Männern wagt sich keiner so oft mit dem Fahrrad ins Gelände.

Des Weiteren, beim heutigen Cross-Rennen in Rahmen des Toma Cycles Cup in Schweiberg (Limburg) hat Magdalena in der Mädchen-Klasse gewonnen. Dabei konnte sie erstmalig alle drei Dauerrivalinnen hinter sich lassen. Der Kurs beinhaltete einen sehr steilen Anstieg, der Magdalena sehr lag. Hier ließ sie eine nach der anderen stehen.
(kv)

Magdalena heute in rosarot: Der Berg in Schweiberg war ihr Berg

Gut gelaufen

Beim Crosslauf über 4,2 km des Leichtathletik-Club Wuppertal am 17.November ist Magdalena März auf den dritten Platz der weiblichen U18 gelaufen. Dabei war sie gegen vier Läuferinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen angetreten. Der jährlich stattfindende Wald- und Crosslauf ist eher eine Leichtathletik- denn Volkslaufveranstaltung. Deshalb spiegelt Magdalenas dritter Platz eine großartige Leistung wider.

Wie schon in ihrem bisherigen Radsportverein, von dem sie im Oktober zum RC Musketier Wuppertal gewechselt war, zeigt sich Magdalena weiterhin sehr vielseitig. Neben Straßen- und Bahnradsport ist sie mit dem Crossrad oder dem MTB oder manchmal auch zu Fuß bei Wettbewerben im Gelände unterwegs. In diesem Herbst hat sie bereits an mehreren Rennen des Toma Cycles Cup, einer Cyclocross-Rennenserie in der niederländischen Provinz Limburg, teilgenommen.
(kv)