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Musketiere fahren „Rund in Wuppertal“

Am kommenden Sonntag (27.August) geht es wieder „Rund in Wuppertal“. Der RV Endspurt 08 Wuppertal veranstaltet in Wuppertal-Langerfeld sein jährliches Radrennen. Die einzelnen Rennen beinhalten auch die Bezirksmeisterschaft des Radsportbezirks Bergisch Land.

In diesem Jahr werden in den unterschiedlichen Rennklassen, vor allem im Jugend- und im Masterrennklassen, mehrere Musketiere am Start sein. Das erste Rennen mit Beteiligung von Musketieren wird das Rennen der U15-Schüler ab 9:15 Uhr sein. In den folgenden Rennen des Vormittags werden ebenfalls Vereinsmitglieder am Start stehen.
Deshalb, liebe Musketiere, kommt zum Anfeuern nach Lagerfeld!
(kv)

Paco’s Comeback

Genau diese eine Gruppe habe ich verpasst. Bei fast jeder anderen Attacke war ich dabei. Denn das war mein großes Ziel in diesem Jahr. Ich wollte vor heimischem Publikum, beim Rennen meines RC Musketier ganz weit vorne landen und in die B-Klasse aufsteigen. Aber genau diese eine Gruppe habe ich verpasst. Niedergeschlagen rolle ich über die Ziellinie, voller Gewissheit, dass ich alle enttäuscht habe. 2010 im Juli war das. Und es war mein letztes C-Klasse Rennen. Bis gestern. Nach sieben Jahren habe ich mich entschieden wieder eine Lizenz zu bestellen. Das Trauma ist überwunden und die Ziele sind andere.

Ich möchte niemandem etwas beweisen. Lediglich Spaß haben. Wieder dieses Gefühl haben mich zu verausgaben und doch immer noch Reserven zu haben. Das Gefühl haben noch zu können und meinen Kontrahenten die Schmerzen anzusehen, Prämien gewinnen, abgehängt werden, mich vom Feld tragen lassen.

Rund um das Thönnissen-Center am gestrigen 20.August 2017 war hier mein Einstieg. Meine Form ist eigentlich nicht wirklich vorhanden. Ein paar Kilos habe ich zu viel auf den Rippen und ein paar Kilometer zu wenig in den Beinen. Aber ich habe mir gedacht, dass ich ja schlimmstenfalls abgehängt werde – wahrscheinlich sogar abgehängt werde. Am Start kam dann die Aufregung (Lena behauptet, dass diese bereits letzten Dienstag unerträglich war – so ein Quatsch!).

Da stehen die ganzen schlanken, durchtrainierten, eingeölten Rennfahrer mit Hightech-Maschinen, Einteilern, Aerohelmen und Wattmessgeräten. Insgesamt ungefähr 100. Ein Riesenfeld in Zeiten, in denen der Radrennsport immer noch zu kämpfen hat. Ich war mir ziemlich sicher, dass das ein kurzes Rennen für mich wird. 30 Runden á 2 km sollten absolviert werden und meine Vorsätze hießen:
„Immer nur die nächste Gerade überstehen“
„Nur nach vorne fahren, wenn das Feld langsam wird“
„Lutschen, lutschen, lutschen“

Mit dem Startschuss wurde attackiert. Ich hatte kein Tacho am Rad, aber es war schnell. Und als hätte ich nie mit dem Rennsport aufgehört, fügte ich mich in diesen Bienenschwarm, hatte keine Probleme dabei meine Positionen zu behaupten, habe Lücken gesehen und erfahren, die keinem anderen auffielen und schwebte durch das wild wabernde Fahrerfeld.

Nach fünf Runden machte ich mir noch Sorgen, ob ich dieses Tempo durchhalte, nach 15 Runden war mir klar, dass ich es schaffe. Von da an überlegte ich mir, wie ich den Schlusssprint angehen möchte. Die Zielgerade in Kleve ist elendig lang, leicht ansteigend und mit Wind von vorne. Deshalb war mein Vorsatz an etwa 30. Position auf die Zielgerade einzubiegen. Bereits zwei Runden vor Schluss war die Nervosität merklich zu spüren. Es wurde gerempelt, gepöbelt und geschoben. Alle wollten weit vorne auf die Zielgerade. Ich hielt mich zurück. Und auf der Zielgeraden schob ich mich Stück für Stück nach vorne, umkämpfte meine Position und merkte wie der ein oder andere zu früh vorne war und nun einging wie eine Blüte unter der Saharasonne. Auch bei mir wurden die Beine schwer, ich war nicht mehr in der Lage aus dem Sattel zu gehen. Aber ich habe das für mich unmögliche erreicht. Fünfzehn Fahrer wurden gewertet und ich bin tatsächlich 15. geworden.
Jetzt habe ich Blut geleckt.
(dp)

Vor- und Nachbetrachtungen zum UNI-Rennen

Vor dem diesjährigen Uni-Radrenntag hat Wolfgang Schreiber zwei Stars, die sich zu unserem Rennen angemeldet hatten, sowie unseren 1. Vorsitzenden um einen Ausblick auf die Veranstaltung gebeten. Hardy Zimmermann (Jahrgang 1969), amtierender NRW-Meister und Deutscher Meister 2016 bei den Senioren, Stefanie Paul (Jahrgang 1986), deutsche Spitzenfahrerin und erfolgreiche Teilnehmerin bei internationalen Rundfahrten und Markus Zaremba blickten gespannt auf das diesjährige Radrennen in der Südstadt.


Frau Paul, Sie haben in diesem Monat mit den Rundfahrten durch Tschechien und Thüringen schon über 1000 Rennkilometer in den Beinen. Trauen Sie sich das schwere Uni-Rennen noch zu?
Sicher. In der Woche vor Wuppertal regeneriere ich und als Effekt aus den Rundfahrten erhoffe ich mir sogar noch eine Leistungssteigerung.
Im vergangenen Jahr sah Ihr Pensum im Juli ähnlich aus und Sie sind hier Dritte geworden. Was rechnen Sie sich in diesem Jahr aus?
Letztes Jahr war ich lange krank und bin auch nicht völlig regeneriert aus den Rundfahrten gekommen. Zudem hatte ich mich beim Uni-Rennen im Finalsprint verschätzt und dadurch eine bessere Platzierung verpasst. Dieses Jahr soll mir das nicht wieder passieren. Ein Podiumsplatz sollte wieder möglich sein.
Haben Sie besondere Erinnerungen an Wuppertal?
Das Wuppertaler Uni-Rennen ist wirklich gut organisiert und es ist ein schöner Kurs. Meinen 2016 gewonnenen rosa Präsentkorb für die Sprintwertung vergesse ich nicht (sie lacht). Vor allem verdient diese schöne und gut organisierte Radrennveranstaltung mehr Zuschauer.


Herr Zimmermann, freuen Sie sich auf das schwere Uni-Rennen?
Ja. Ich liebe selektive Kurse, zu denen ich auch das Wuppertaler Uni-Rennen zähle. In diesem Jahr ging die Deutsche Meisterschaft (Anm.: Zimmermann wurde bei der DM Fünfter) über 120 Kilometer und war mit schweren Anstiegen versehen. Von mir aus könnte das Rennen in Elberfeld gerne sogar etwas länger als nur die 43 Kilometer sein.
Wie stellen Sie sich auf Ihre Konkurrenten ein? Gibt es eine bestimmte Taktik gegen Jürgen Sopp oder das „Donner-Team“?
Ich orientiere mich für gewöhnlich nicht an anderen Fahrern, sondern agiere oder reagiere je nach Rennsituation. Auch auf die Witterungsbedingungen am Renntag kommt es an, der Wind spielt eine große Rolle.
Im vergangenen Jahr sind Sie beim Uni-Rrennen Zweiter hinter Rainer Beckers geworden. Was rechnen Sie sich als Fahrer der Seniorenklasse 2 in diesem Jahr aus?
Ich hoffe, dass meine derzeitige Form ausreicht, den Attacken der Konkurrenz zu folgen. Sollte dann ein Platz auf dem Treppchen herausspringen, würde ich mich freuen. Rainer startet in diesem Jahr bei den Senioren 3, die eine separate Wertung haben. Ihm wünsche ich wieder viel Glück.
Haben Sie besondere Erinnerungen an Wuppertal?
2015 gab es ein großes Unwetter, das machte die Strecke mit der langen Abfahrt gefährlich. Für dieses Jahr hoffe ich, auch für den Verein und den vielen Helfern, auf sommerlich trockenes Wetter. Das macht uns allen mehr Spaß und lädt später zum Verweilen am Kaffee- und Kuchenstand ein. In meinem Alter ist Geselligkeit mit den Kollegen und der Familie nicht ganz hinten anzustellen.


Markus, das Publikum hat, vor allem nach dem begeisternden Start in unserer Region, noch die Bilder der Tour de France vor Augen. Wie beurteilst du unsere Veranstaltung im Vergleich zur Tour?
Einerseits liegen Welten dazwischen. Gar nicht zu vergleichen von der Organisation her. Andererseits gehen auch im Amateurbereich die Rennfahrer an ihre Grenzen und zeigen herausragenden Sport. Also, eigentlich ist es doch nur eine einzige Radsportwelt.
Bist du mit den Vorbereitungen des Renntages zufrieden?
Ja. Unsere Organisation klappt und die Hürden, die sich in diesem Jahr bei der Streckenplanung andeuteten, sind ausgeräumt. Letztlich auch dank unserer Partner, allen voran die Stadtsparkasse, können wir uns auf die 26. Ausführung des Uni-Rennens freuen.
Was erwartest du von der neuesten Auflage des Uni-Rennens?
Es wäre schön, wenn wir am Samstag von der neuen Radsportbegeisterung in Deutschland etwas abbekommen. Alleine durch das Hobbyrennen hoffen wir auf größeren Zuspruch, auch auf dem Bürgersteig. Durch die Qualität der gemeldeten Fahrer mache ich mir im sportlichen Bereich überhaupt keine Sorgen.

Tatsächlich war der Uni-Renntag in diesem Jahr ein großer Erfolg. Auch Dank der großen Anzahl von Zuschauern, die sich im Laufe des Tages auf mehrere hundert kumulierte. Im Rennen der Elite-Frauen belegte Stefanie Paul Rang zwei. (Ihre Nationalmannschaftskolleginnen Charlotte Becker und Christa Riffel wurden Erste und Dritte). Hardy Zimmermann wurde Sieger bei den Senioren 2.

Es freut uns, dass Geschäftsführer Dr. Boris Weimann von unserem Sponsor Firma Chrestos die schöne Veranstaltung „live“ miterleben konnte und die Siegerehrung bei dem hochklassig besetzten Rennen der Elite-Frauen durchführte. Dr. Boris Weimann zeigte sich von der 26. Auflage unseres Uni-Rennens begeistert. „Imposant, was der Verein mit seinen Mitgliedern und den vielen Helfern hier für eine Veranstaltung aufzieht. Meinen großen Respekt aber auch den Rennfahrerinnen und Rennfahrern, die hier Riesen-Sport zeigen.“
(ws)

UNI-Rennen 2017

Der diesjährige Renntag des RC Musketier Wuppertal wird mit guten Erinnerungen im Gedächtnis aller Beteiligten bleiben. Aus organisatorischer Sicht und im Rahmen der Möglichkeiten unseres Vereins war das UNI-Rennen 2017 eine erfolgreiche Veranstaltung.

Das Wetter war trocken und angenehm temperiert, wenn auch manchmal etwas windig. Der noch am Vortag angekündigte Regen ist ausgeblieben. Vielleicht aufgrund des Wetters, auf jeden Fall aufgrund des Rennprogrammes waren mehr Zuschauer als in früheren Jahren im Start/Ziel-Bereich.

Außerdem war es gut, dass es in keinem der fünf Rennen mit insgesamt 134 Runden zu Stürzen gekommen ist.

Aus Sicht des RC Musketier Wuppertal war es schön, dass in drei Rennen, dem Rennen der C-Klasse, der Senioren 3 und 4 und im Hobby-Rennen, Vereinsmitglieder gestartet sind. Dabei konnte mit Jürgen Sopp im Rennen der Senioren 3 und 4 zum ersten Mal seit 2012 wieder ein Musketier-Fahrer auf das Podium der ersten drei Plätze kommen.

Berichte über die Rennverläufe- und ergebnisse können in den angehängten Zeitungsartikel (s.u.) nachgelesen werden.

Eine Veranstaltung wie das UNI-Radrennen kann nur mit direkter und indirekter Unterstützung von verschiedenen Seiten durchgeführt werden. Zu einem geht der Dank an die zuständigen Behörden der Stadt Wuppertal, die Polizei, an das Hochschulsozialwerk und die Verwaltung der Bergischen Universität und den Wuppertal Stadtwerken, dass das Rennen durchgeführt werden konnte. Des Weiteren bedanken wird uns bei der Geduld aller Anwohner. Uns ist bewusst, dass der Renntag mit Einschränkungen für sie verbunden ist.

Zum Gelingen des Radrennens haben darüber hinaus die Rennfahrerinnen und Rennfahrer, die Helfer aus unserem Verein sowie der Wuppertaler Ortsverbände des Technischen Hilfswerks bzw. des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Sponsoren und Unterstützer beigetragen. Vielen Dank dafür.

Nachdem das UNI-Rennen im letzte Jahr „Silberhochzeit“ gefeiert hatte und aus dem Grund u.a. das Rennen der Frauen mit in das Programm aufgenommen wurde, steht 2018 mit dem 50.Geburtstag des RC Musketier Wuppertal ein weiterer Anlass vor der Tür sich wieder etwas Besonderes für das UNI-Rennen einfallen zu lassen. Also, dann, bis 2018.
(kv)

Bericht zum UNI-Rennen, Westdeutsche Zeitung am 31-JUL-2017

Bericht zum UNI-Rennen, Westdeutsche Zeitung am 01-AUG-2017

Einladung zum UNI-Rennen 2017

Am 29.Juli 2017 wird das diesjährige Straßenradrennen rund um die Bergische Universität Wuppertal stattfinden. Es ist die 26.Auflage des UNI-Rennens.

Auch in diesem Jahr bieten wir auf dem 2,3 km langen Rundkurs Rennen für vier Amateur-Klassen an. Start und Ziel befinden sich auf der Max-Horkheimer Straße. Neben den Amateur-Klassen wird wieder ein Rennen für Hobby-Fahrer angeboten.

Der Renntag wird mit dem Rennen der C-Klasse um 9:30 Uhr eröffnet. Hier sind 62,1 km (27 Runden) zurückzulegen.
Anschließend, um 11:10 Uhr, werden die Seniorenklassen 2, 3 und 4 zu ihrem Rennen starten. Die Senioren 2 (Jahrgänge 1968 bis 1977) werden 19 Runden (43,7 km) zurücklegen. Davon zeitlich getrennt startend werden die Senioren 3 und 4 (Jahrgang 1967 und älter) ihr gemeinsames Rennen über 18 Runden (41,4 km) austragen.

Das dritte Rennen des Tages wird von den Elite-Frauen bestritten. Der „Chrestos Lady’s Cup“ ist ebenfalls 41,4 km lang. Der Start ist für 12:25 Uhr geplant. Mit Simona und Dorothee Janke haben sich mittlerweile zwei namhafte Fahrerinnen und Lokalmatadorinnen dafür angemeldet.

Nach dem Rennen der Frauen, ab 13:40 Uhr, wird das Hobby-Rennen über 8 Runden (18,4 km) stattfinden. Die Distanz hört sich vergleichsweise kurz an. Jedoch hat es die Rennstrecke mit über 40 Metern Höhenunterschied pro Runde in sich und zerrt an den Kräften.

Zum Abschluss des Tages wird gegen 14:30 Uhr das Hauptrennen gestartet. Das Rennen der Kontinentalprofis sowie die Amateure der A- und B-Klasse wird über 101,2 km (44 Runden) gehen.

Das UNI-Rennen ist in rad-net für lizenzierten Rennfahrerinnen und Rennfahrer ausgeschrieben. Die Meldungen über das rad-net-Portal sind bis zum 19.Juli 2017 in der Nacht möglich. Nachmeldungen am Tag des Rennens sind herzlich willkommen.

Die Anmeldung zu dem Hobbyrennen ist am Tag des Rennens bis 13:15 Uhr vor Ort im Rennbüro möglich. Die Teilnahme kostet 15 EUR.
(kv)

Vorbericht zum UNI-Rennen, Westdeutsche Zeitung am 25-JUL-2017