Aktuelles

Einstellung unseres Sportbetriebes

Aufgrund der Beschränkungen in §9 der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 30.Oktober 2020, die ab dem 2.November 2020 gilt, stellt der Rad-Club Musketier Wuppertal seinen Sportbetrieb vorerst bis zum 30.November 2020 ein.

Alle bis dahin angesetzten Trainingsangebote werden nicht stattfinden:

  • Training der ‚Musketierchen‘ (dienstags)
  • Athletiktraining (mittwochs)
  • Gemeinsame Ausfahrten

Des Weiteren finden die Vereinstreffen montagsabends im Landhaus Schönebeck nicht statt. (Zumal alle Gaststätten geschlossen sind.)

Die Verordnung gestattet es draußen Individualsport allein oder zu zweit, oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes, durchzuführen. Das bedeutet, dass Rad fahren in diesen Konstellationen weiterhin möglich ist.

Für Fragen stehen die beiden Vorsitzenden gerne zur Verfügung.
(kv)

Einmal Wuppertal umrundet

„Geschafft!“ nach 120 km

Nachdem die Night on Bike 2020 aus bekannten Gründen zuerst verschoben und schließlich ganz abgesagt wurde, hatten ein paar verrückte Musketiere noch unerfülltes Verlangen auf Offroad-Abenteuer. Für das ausgefallene Event war ein Wochenende im September im Kalender reserviert, und so reifte der Plan, diese freie Zeit anderweitig auf dem Rad zu verbringen.

Als Herausforderung wurde bald der Wanderweg „Rund um Wuppertal“ auserkoren. Dieser vom Sauerländischen Gebirgsverein markierte Wanderweg führt auf etwa 105 km und grob 2500 Hm größtenteils über Wanderwege, aber auch einige asphaltierte Abschnitte, einmal um unsere schöne Stadt herum.

Ganz dem Zeitgeist und aktuellen Trends folgend trat nur einer der drei Starter (Lars) auf einem gefederten Rad ohne Rennlenker zu dieser Herausforderung an. Tobi und Jan entschieden sich dafür, die Möglichkeiten und Grenzen eines Cross- bzw. Gravel-Rads zu erfahren.

Und so trafen wir uns Samstag gegen halb 10 am Dönberg, um die Runde im Uhrzeigersinn in Angriff zu nehmen. Das Wetter spielte zum Glück mit, und nach und nach wurde es warm genug für eine Fahrt in kurz/kurz. Die Route führte uns zuerst über Herzkamp und den Golfplatz am Felderbachtal nach Nächstebreck. Beim Kreuzen der Nordbahntrasse trafen wir auf eine größere Gruppe Rennradfahrender, die auf einer gemeinsamen Ausfahrt des RSC Schwelm unterwegs waren. Wir verschwanden jedoch direkt wieder im Wald. Anschließend stand nach der Durchquerung Langerfelds der erste knackige Anstieg hinauf auf den Ehrenberg an. Oben angekommen war etwa ein Viertel der Strecke bewältigt.

Die anschließende Abfahrt nach Kemna war einer der wenigen Streckenteile, auf dem eine Federung von großem Vorteil war. Die „Straße“ war in einem miserablen Zustand, jeder Waldweg wäre komfortabler gewesen. Unten angekommen blieb jedoch wenig Zeit für Erholung, da es direkt wieder hinauf nach Sondern ging, nur um dann hinunter nach Beyenburg zu fahren. Am Ufer des Stausees entlang ging es weiter zum nächsten Anstieg. Ein ständiges Auf und Ab prägte den weitern Streckenverlauf bis zur Ronsdorfer Talsperre. Von dort gab es eine vergleichsweise lange Erholungsphase bis in und durch das Morsbachtal, wo etwa die Hälfte der Strecke bewältigt war.

Ein etwas technischerer Teil führe uns hinauf nach Sudberg, wo es eine familiäre Verpflegungsstelle am Streckenverlauf gab. Im (groß)elterlichen Garten gab es eine sehr willkommene Mahlzeit als Stärkung für den weiteren Verlauf. Nach der ausgiebigen Pause ging es zum südlichsten Punkt der Runde bei Müngsten. Von dort führte der Weg an den Wupperhängen oberhalb der Kohlfurth entlang durchs Burgholz. Unterwegs trafen wir einen weiteren Musketier beim Training des Nachwuchses im Wald. Auf Höhe der Rutenbeck kreuzten wir die Wupper, um am anderen Ufer zum Ehrenhain hinaufzuklettern. An der dort geparkten Schwebebahn wurde uns bewusst, dass wir die Dreiviertel-Marke längst hinter uns gelassen hatten. Diese Erkenntnis mobilisierte neue Kräfte, sodass wir zügig durchs Osterholz, über Schöller und die Lüntenbeck bis zum Eckbusch an Höhe gewannen.

Einen Kilometer vor dem Ziel ereilte uns der erste und zugleich einzige Defekt des Tages – ein Durchschlag an Tobis Vorderrad. Mit vereinten Bemühungen wurde dieses kleine Malheur in der langsam einsetzenden Dämmerung jedoch schnell behoben. Danach ging es nur noch kurz und steil hinauf zurück zum Dönberg, und die Runde war geschafft!

Insgesamt war die Fahrt auch ohne Federung gut zu bewältigen, auch wenn der zusätzliche Komfort durch eine Federgabel und noch breitere Reifen am Mountainbike auch nicht geschadet hat. Einige kleine Teilstücke des Wegs sind für Fahrräder gesperrt, lassen sich aber einfach umfahren. Nun bleibt nur noch herauszufinden, ob die Strecke gegen den Uhrzeigersinn angenehmer zu fahren ist. Aber das probieren wir doch lieber erst nächstes Jahr…
(jk)

Sportler der Woche (III)

Im samstäglichen Wuppertaler Sportteil der Westdeutschen Zeitung gibt es seit längerem die interessante Rubrik „Sportler der Woche“. Hier werden Wuppertaler Sportlerinnen und Sportler porträtiert, die in der letzten Zeit durch herausragende Leistungen und Ergebnisse aufgefallen sind

Der Musketier-Fahrer Ben Jochum wurde in dieser Woche bereits zum dritten Mal in seiner Karriere als „Sportler der Woche“ portraitiert. Der Anlass dazu war, dass er kürzlich die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren in seiner Altersklasse gewonnen hat. Die Reihe aus drei Beiträgen, beginnend mit den beiden aus den Jahren 2018 und 2019, reflektiert Bens Werdegang als Straßenradsporttalent.
(kv)

Westdeutsche Zeitung am 19.September 2020