Berichte

Bens Rückblick und Ausblick 2022

Die erste Halbetappe der 3.Etappe: Einzelzeitfahren. Foto: Ronald Westheide

Jetzt, da die Saison zu Ende ist, wollte ich mich noch mal kurz melden. Dieses Jahr ist ja ziemlich viel passiert.

Angefangen hat eigentlich die Saison mit der Einladung zum BDR Lehrgang. Dann nahm alles seinen Lauf. Das Hauptziel war natürlich von Anfang an die WM in Kairo, und so lag der Fokus dieses Jahr ziemlich auf der Bahn. Das habe ich auch gemerkt, als dann die Rennsaison (durch Corona) verspätet anfing. Ich habe nämlich anfangs in den Straßenrennen nicht so gut abgeschnitten.

Auf der Bahn lief es aber top! Bei den vielen Lehrgängen habe ich mich immer weiter qualifiziert und am Ende gehörte ich zur fünfköpfigen WM-Auswahl. Dann ging es in die unmittelbare WM-Vorbereitung, wozu auch die Bahn-EM in Apeldoorn gehörte. Dort lief es ja leider nicht so gut. Wodurch wir aber wussten, was wir verbessern wollten. Das bekamen wir bis zur WM auch hin und so schafften wir es, den Titel „Weltmeister in der 4er-Mannschaftsverfolgung“ zu holen. Das war natürlich unbeschreiblich und ich war froh, dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hat.

Danach lag dann der Fokus für die restliche Zeit natürlich wieder auf der Straße und ich beendete meine Saison 2021 mit zwei Rundfahrten im Oktober (Saarland Trofeo als Teil des Regionalteam Thüringen und SPIE Internationale Junioren Driedaagse mit dem Team Nordrhein-Westfalen), bei denen ich neben Top 10 Etappenplatzierungen jeweils 11. und 15. im Gesamtklassement wurde. Damit bin ich mehr als zufrieden, denn das waren meine ersten zwei internationalen UCI-Rundfahrten mit sehr starkem Fahrerfeld.

In dieser Saison habe ich viel gelernt und bin viel rumgekommen. Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall mehr Straße fahren, um mich u.a. für Teams in der U23 zu qualifizieren. Dennoch bleibt die Bahn-WM natürlich ein großes Ziel.

Man darf auch nicht vergessen, dass ich die ganzen Strapazen und Ziele ohne die vielen Unterstützer dieses Jahres nicht hätte meistern können. Vielleicht wäre ich ohne sie/Euch ganz wo anders. Herzlichen Dank!
Euer Ben Felix Jochum
(bj)

Anmerkung der Redaktion: Paul Gehrke hat zusammen mit Ben als Mitglied des Team Nordrhein Westfalen ebenfalls an den SPIE Internationale Junioren Driedaagse teilgenommen.
(kv)

Die zweite Halbetappe der 3.Etappe. Ben ist rechts neben dem Gesamtführenden im grünen Führungstrikot. Foto: Ronald Westheide
Start zur 4.Etappe. Ben ist zweiter von links. Foto: Ronald Westheide

WHPVA 2021 Speed Championships

Christian Winkgen im Velomobil

Vom 17. bis 19. September 2021 fand nahe Amsterdam auf den Radrennstrecken Sloten und Spaarnwoude die Meisterschaft für muskelbetriebene Fahrzeuge statt.

Ein bunter, internationaler Mix aus Fahrern von auf Geschwindigkeit optimierten einspurigen Liegerädern, Trikes und Velomobilen konnte sich an drei Tagen in vier Wertungsläufen messen: Elimination Race, Ein-Stunden-Rennen, 20 Minuten Kriterium und 3- oder 6-Stunden-Rennen.

Das Teilnehmerfeld bestand überwiegend aus Niederländern, Deutschen, ein paar Italienern, Schweizern und Franzosen, darunter etliche Konstrukteure. Viele davon kennen sich über die Jahre und es herrscht deshalb eine sehr familiäre Atmosphäre. Trotzdem geben viele ihr Bestes und kämpfen um jede Sekunde.

Neben extrem leichten, hochwertigen kommerziellen Liegerädern aus Kohlefaser waren auch Eigenbauten in den Kategorien unverschalt, teilverschalt und vollverschalt zu finden. Hierfür gab es separate Wertungen und Preise.

Eine große Gruppe bildeten dabei die Velomobile, eine Form von vollverschaltem Trike mit selbsttragender, aerodynamischer Karosse, zwei lenkenden 20″ Vorderrädern und einem großen angetriebenen Hinterrad. Velomobile sind als Fahrräder voll straßentauglich und ermöglichen ein schnelles und bequemes Reisen auch über längere Distanzen. Der Geschwindigkeitsbereich liegt bei Topmodellen bis über 60 km/h auf der Ebene, ein Stundenschnitt von über 50 km/h in Rennen ist keine Seltenheit.

Ich selbst, Christian Winkgen (48) aus Solingen, fahre seit knapp zwei Jahren ein Velomobil des Typs DF XL und habe die Radrennbahn Dorperhof neben dem Klingenring und anderen Strecken im Bergischen als praktische Trainingsmöglichkeit vor meiner Haustüre entdeckt.
In der Gesamtwertung aus etwa 50 Startern konnte ich einen 9. Platz belegen.
(cw)

Derny-Cup in Köln

Ben im Schlepptau von Carsten. Foto: Fabian Birkenstock

Am Freitag, den 17. September 20121, fand auf der Albert Richter-Radrennbahn in Köln das letzte Derny-Rennen vor dem Umbau der Anlage statt. An der Veranstaltung nahmen die Musketiere Carsten Kirchner, Andreas Marschall und Markus Zaremba als Schrittmache teil. Ben Jochum und Jonas Weber waren als Rennfahrer auf dem Oval unterwegs.
Die U19- und die Männer-Klasse wurden zusammen gewertet. Ben wurde zusammen mit seinem Schrittmacher Zweiter hinter dem niederländischen Bahnmeister Phillip Hejnen.
(tw, kv)

Christina Kirchner, Ben Jochum, Jonas Weber, Markus Zaremba (v.l.). Foto: Fabian Birkenstock

Sportler der Woche (IV)

Im samstäglichen Wuppertaler Sportteil der Westdeutschen Zeitung gibt es seit längerem die interessante Rubrik „Sportler der Woche“. Hier werden Wuppertaler Sportlerinnen und Sportler porträtiert, die in der letzten Zeit durch herausragende Leistungen und Ergebnisse aufgefallen sind.

Der Musketier-Fahrer Ben Jochum wurde in dieser Woche bereits zum vierten Mal in seiner Karriere als „Sportler der Woche“ portraitiert. Der Anlass war sein Gewinn der Weltmeisterschaft in der Mannschaftsverfolgung (U19).

Die Reihe aus bislang vier Beiträgen (2018, 2019, 2020) reflektiert Bens Werdegang als Straßenradsporttalent.
(kv)

Westdeutsche Zeitung am 11.September 2021

Wappen von Pulheim

Paul Gehrke wurde Zweiter bei den Junioren

Beim gestrigen Renntag „Wappen von Pulheim“ waren mehrere Musketiere am Start. In der Juniorenklasse Paul Gehrke hat bei einem Rennen über 49 km den 2. Platz erreicht. Im Schlusssprint musste er sich nur Paul Keller geschlagen geben. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

Andreas Marschall und Detlev Beecker waren bei den Senioren 3 und 4 gestartet. Jonas Weber und Nassim Lagrou waren bei den Amateuren gestartet. Jonas konnte sich im Mittelfeld platziert, während Nassim Schwierigkeiten am Feld zu bleiben. Es war sein zweites Rennen nach einer langen Rennabstinenz.
(tw, kv)